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Serbia Pavilion Expo 2025 – Spiel als Beginn von Erfahrung

  • Autorenbild: Benjamin Brostian
    Benjamin Brostian
  • 4. Nov. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 6. Dez. 2025

Ein feiner Wandel im Pavillon-Design


Auf der Expo 2025 Osaka erzählen viele nationale Pavillons Geschichten über Identität, Fakten, Errungenschaften. Doch der Serbische Pavilion Expo 2025 geht einen anderen Weg.


Besucher betrachtet eine kinetische Wandinstallation im Serbia Pavilion auf der Expo 2025 Osaka.
Ein kinetisches Wandbild verbindet mechanische Bewegung und Illustration zu einer visuellen Metapher für Verbindung und Bewegung.

Interaktion gestalten – wie der Pavillon Engagement erzeugt


Wie der Serbia Pavilion Expo 2025 „Play“ als Designprinzip nutzt


Der Serbia Pavilion Expo 2025 zeigt eindrucksvoll, wie spielerische Mechanik, analoge Interaktion und klare Rückmeldung ein immersives Erlebnis schaffen können.


  • Eine Flip-Dot-Wand verwandelt Gesten in animierte Muster.

  • Eine kleine Glaskugel reist durch kinetische Skulpturen und taucht an unerwarteten Stellen wieder auf.

  • Jede Aktion erzeugt eine Folgehandlung – und bindet den Besucher direkt in die Erzählung ein.


Analoger Rhythmus in einer digitalen Welt


Bemerkenswert ist die Zurückhaltung der Gestaltung. Es gibt kaum VR-Erlebnisse (okay – eins am Ende), wenig Bildschirme, die Aufmerksamkeit erzwingen. Stattdessen kombiniert der Pavillon mechanische Bewegung mit einer fast analogen Emotionalität.


Der Klang der Flip-Dot-Wand, das Gewicht der Kugel, die kleinen rhythmischen Bewegungen – all das schafft Präsenz.Nach meinem Besuch wusste ich zwar nicht unbedingt mehr über Serbien oder seine Position zur Expo-Thematik „Designing Future Society for Our Lives“. Aber ich hatte eine gute Zeit. Und das sagt viel aus.


Warum das Konzept über die Expo hinaus wirkt


In Design, Sport oder Entertainment ist Spiel nicht nur Unterhaltung – es ist eine Methode.


Der Serbia Pavilion zeigt eindrücklich, wie einfache Interaktion, klare Rückmeldung und Reduktion einen Raum lebendig machen können – in diesem Fall ganz bewusst ohne den Anspruch, Wissen zu vermitteln.


  • Niedrige Barrieren: Keine Anleitung nötig – Menschen lernen durch Tun.

  • Emotionale Verbindung: Handlung erzeugt Bedeutung.

  • Wiederholbarkeit: Kleine Reize laden zur Interaktion ein.

  • Gemeinschaft: Jeder trägt zum Gesamterlebnis bei.


Es erinnert daran, dass Innovation nicht zwingend Spektakel braucht – manchmal reichen Bewegung, Neugier und Einfachheit.




Kann das Experience Design davon lernen?


Übertragbare Erkenntnisse aus dem Serbia Pavilion Expo 2025


Für alle, die interaktive Umgebungen gestalten – Fan-Aktivierungen, Markenwelten oder Erlebnisräume – bietet der Pavillon wertvolle Impulse:


  • Rhythmus und Feedback gezielt einsetzen

  • Analoge Haptik mit subtilen digitalen Elementen kombinieren

  • Entdecken lassen statt erklären


Und falls doch Wissen vermittelt werden soll, dann sollte das Design diesen Fokus klar tragen (Stichwort: Edutainment) . Wenn nicht, dann darf die Botschaft offen sein: Du bist hier, um Spaß zu haben, nicht um etwas Bestimmtes zu lernen.


Die Stärke des Pavillons liegt in seiner niederschwelligen, intuitiven Interaktion – ein Prinzip, das genauso gut in immersive Installationen, Showrooms oder Eventwelten funktioniert.



Fazit


Der Serbische Pavilion Expo 2025 bringt eine zeitlose Wahrheit auf den Punkt: Spiel ist nicht das Gegenteil von Arbeit – es ist der Ursprung von Kreativität. Ein Pavillon, der zeigt, wie stark ein Erlebnis sein kann, wenn es Menschen einfach ins Tun bringt.



 
 
About
Benjamin Brostian-sw-variante.jpg

Benjamin Brostian is Chief Innovation Officer and specialist in sport, entertainment, and experiential technology. He develops data-driven fan engagement concepts, immersive activations, and interactive retail experiences for global brands and sports organizations.

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